Rainer Hoffmann: Gegen Kindesmissbrauch

Eduard Zimmermann: Kriminelle Enthüllungen

Edmund Stoiber:
Radikal "Bis zur Endkonsequenz"

Marcel Reich-Ranicki und die kleinen Mädchen:
'Lolita' ist "die schönste Liebesgeschichte"

Königshaus Belgien: Völkermord im Kongo



Seit dem 1. April 2002 läuft ein Mann quer durch unsere Republik und auch durch angrenzende Länder, um gegen den immer­währenden sexuellen Kindes­miss­brauch zu demon­strieren. Die Lokal­presse berichtete davon, dass Rainer Hoffmann auch in Bielefeld Station machte und Unter­schriften für eine härtere Bestrafung der Generationenverbrecher sammelt. Diese möchte er eines Tages der Bundes­regierung überreichen, um zu erreichen, dass sie mehr gegen das Verbrechen und die Verbrecher unternimmt.

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Auch andere Personen und Gruppen haben erkannt, dass die Vernichtung von heran reifenden Persön­lich­keiten auch aus niederen Beweg­gründen kein Kavaliers­delikt und keine Privat­sache der Täter ist. So fand 2004 der erste bundes­weite Aktions­tag 'NEIN!!! - Gemein­sam gegen Kindes­miss­brauch' in Göttingen statt. Auch der Welt­kinder­tag bietet Gelegen­heit, die Masse für das Recht der Kinder auf die Menschen­rechte aufzu­wecken. In 2004 organi­sierte UNICEF, das Kinder­hilfs­werk der Vereinten Nationen, eine Kampagne gegen den Handel mit Kindern: 'Kinder sind unver­käuf­lich!'.

In der Talk­show 'Böttinger' am 28. Mai 2005 (WDR-Fernsehen) wurde erschreckend deutlich, wie weit das Verbrechen verbreitet ist: der einge­ladene Nacht­talker Jürgen Domian erklärte, dass er mit Gesprächen mit Opfern jede zweite Sendung füllen könne!


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Eduard Zimmermann (76), Ex-Moderator von "Akten­zeichen XY ... ungelöst", blies zwar jahrelang als "Ganoven-Ede" zur Jagd auf Krimi­nelle, war aber selbst kriminell. Das enthüllte er jetzt  (.....)  In seiner Biografie beschreibt Zimmer­mann, wie er sich mit Betrügen, Stehlen und Fälschen durch­schlug und fast fünf Jahre im Gefängnis saß.


Neue Westfälische Zeitung, 09.09.05


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Der ehemalige bayerische Minister­präsident und Beinahe-Bundes­wirtschafts­minister Edmund Stoiber verteidigte seiner­zeit die Menschen verachtende Ent­gleisung des Franz-Josef Strauß, der einen Kritiker als 'Ratten und Schmeiss­fliegen' bezeichnete (1978). Daraufhin machte er, Stoiber, fortan bekannt als 'Das blonde Fallbeil', Karriere in der CSU. Im Wahlkampf 1979 / 80, Franz Josef Strauß kandidierte für das Amt des Bundes­kanzlers, ließ Stoiber "einen Film produ­zieren, der Szenen aus dem Volks­gerichts­hof des Nazi-Richters Roland Freisler absichts­voll und hinter­hältig mit Auf­tritten des SPD-Kanzlers Helmut Schmidt verschnitt" (Der Spiegel, 5 / 2002, 28. Januar 2002, "Bis zur Endkonsequenz").


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Selbst der Vernichtung durch die National­sozia­listen entronnen, läßt sich Deutsch­lands bekann­tester Litera­tur­kri­tiker, Marcel Reich-Ranicki, man möchte meinen trieb­gesteuert, dazu verleiten, sich über das Leid und Elend anderer Menschen hinweg zu setzen. Beein­druckt von der litera­rischen Darstel­lung von Leiden­schaft in Vladimir Nabokovs Pädo­philen-Roman 'Lolita' gelingt es ihm nicht, entscheidende, nicht nur weil die Menschen­würde schwer verletzende Inhalte des Romans mit in seine Kritik einzu­beziehen.

Das oft lebens­lange Leid der Opfer recht­fertigt, die Tat als seelische Vernich­tung von Menschen zu bezeichnen. Auch in der Demokratie ("Alle Staats­gewalt geht vom Volke aus ...", Grund­gesetz Art. 20 (2)) hat also die Kontrolle über den Souverän versagt: die Kanaille bekennt sich ungesühnt zum Triumph ihrer Abartig- und Abscheu­lich­keit.

Dem Umstand, dass Reich-Ranicki Nabokov "nicht ... mag" kann keine ernsthafte Bedeutung zugemessen werden, "denn Begegnungen mit großen Schrift­stellern sind meist enttäuschend". Entscheidend ist, dass Reich-Ranicki "seine Bücher ... schätzt" (der 'Spiegel' nennt ihn einen "Nabokov-Enthusiasten"), was ihn beim Thema 'Sex mit Kindern' nicht dazu veranlasst, seine (positive) Kritik zu hinterfragen: 'Lolita' ist "die schönste Liebes­geschichte der Welt­literatur". Im Gegen­satz zu Nabokov, der Lolita noch vehement als Kind bezeichnen konnte, sie nicht einmal unwider­sprochen als Teenagerin durchgehen zu lassen bereit war, versucht Reich-Ranicki die Situation zu verharm­losen indem er sie quasi erotisiert und das aussichtslos über­forderte Opfer mit der Rolle des "Mädchens, das noch ein Kind und doch schon eine Frau ist" brechen möchte.

Reich-Ranicki versucht sich noch wie ein Fisch auf dem Trockenen frei zu zappeln: nicht der Inhalt ist wichtig, "entscheidend ist die stilistische Könner­schaft" - keinen Zentimeter zurück: als wollte er sich als intellek­tuelle Speer­spitze der Pädophilen profilieren. Die nieder­ländische Pädophilen­bewegung wird ihm dankbar sein: diese hat erreicht, ihre sich gegen die von den Vereinten Nationen deklarierten Menschen­rechte der Kinder gerichteten Ziele partei­politisch zu manife­stieren (2006), obwohl die Niederlande die Menschen­rechts- wie auch die darüber hinaus­gehende Kinder­rechts­konvention unterzeichnet und ratifiziert hat. Nicht der erste Schritt den Kinder­caust zu legali­sieren, aber ein großer.

Der Weisse Ring, gemein­nütziger Verein zur Unter­stützung von Krimi­na­li­täts­opfern und zur Verhütung von Straf­taten e.V., macht vor, was Reich-Ranicki nicht in der Lage ist in seine 'Lolita'-Kritik einzu­beziehen: "... dieses 'Meister­werk der Welt­literatur' richtet Schaden an: Es ist ein Schlag ins Gesicht der ungezählten Opfer, von denen es vielen nicht gelang und nicht gelingen wird, das Verbrechen zu verdrängen. Sie leiden ihr Leben lang unter der Ausnutzung ihres Körpers und ihrer Psyche. Zu vielen gelingt es nie, Fuß zu fassen und ein einiger­maßen zufrieden­stellendes Leben zu gestalten."

alle Zitate ("") wenn nicht anders angegeben von Reich-Ranicki in
o.V., Eine richtige Entdeckung, ...
Weber, Ingrid, Mißbrauch hat mit Liebe nichts zu tun, ...


Quellen:

Hampel, Lea, Pädophile bei der Parlamentswahl? Verbotsantrag für niederländische Partei gescheitert, veröffentlicht im Internet-Portal des Magazins 'jetzt' der Zeitung 'Süddeutsche Zeitung', online verfügbar unter: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/326153 (Stand: 06.03.2007).

Köhler, Andrea, Nymphe mit Trauerschleppe, Ist Vladimir Nabokovs "Lolita" aktueller denn je?, in: Neue Zürcher Zeitung, Nr. 235 vom 08.10.2005, S. 45.

o.V., Eine richtige Entdeckung, in: 'Der Spiegel', Nr. 13 vom 22.03.2004, S.182.

o.V., "Lolita": Schlag ins Gesicht der Mißbrauchsopfer, hrsg. von: Weisser Ring, gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten e.V., in: Quartalsheft des Weissen Ring I/1998, S.3, Mainz, 1998.

Vereinte Nationen, Übereinkommen über die Rechte des Kindes (am 5. April 1992 für Deutschland in Kraft getreten, Bekanntmachung vom 10. Juli 1992, BGBl. II, S.990), veröffentlicht im Internet-Portal 'Infostelle Kinderpolitik' des Deutschen Kinderhilfswerk e.V., online verfügbar unter: http://www.kinderpolitik.de/bibliothek/content/3_1.htm (Stand: 20.03.2007).

Vereinte Nationen, Übereinkommen über die Rechte des Kindes (Stand am 22. September 1998), veröffentlicht im Internet-Portal der Schweizer Bundesbehörden, online verfügbar unter: hr.humanrights.ch/cms/upload/pdf/020611_krk_text_d.pdf (Stand: 03.03.2006).

Weber, Ingrid, Mißbrauch hat mit Liebe nichts zu tun, in: Quartalsheft des Weissen Ring, gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten e.V., I/1998, S.3, Mainz, 1998.


Infos zur Entstehung des Romans.

Infos zum Jugendmedienschutz.

Kommentar zum Täterschutz.



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Kinder und Erwachsene, die nicht genug Kautschuk gesammelt hatten und denen zur Strafe eine Hand abgehackt wurde. (Aus: King Leopold's Soliloquy [König Leopolds Selbstgespräch] von Mark Twain, 1905.) Quelle: Wikipedia: Geschichte der Demokratischen Republik Kongo.
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In Vergessen­heit geraten ist, was das belgische Königs­haus zwischen 1884/85 und 1908 an Gräuel­taten in ihrem riesigen Land­eigen­tum Kongo geschehen machte. Menschen wurden ausgebeutet, ver­stüm­melt, ermordet. Das Abhacken einer Hand war sehr beliebt und bis heute ist in Belgien an vielen Orten ein Symbol der Hand zu sehen, mit dem man sich seiner afri­ka­nischen Besit­zungen bzw. der Leistung und dem zugefügten Leid an den Leistungs­trägern brüstete. Am Ende waren 10 Millionen Kongo­lesen tot.

Das belgische Königs­haus erklärt heute die "Europäer in Afrika" für verant­wort­lich und stellt dem Genozid "die Ver­dienste der könig­lichen Aktion im Kongo" gegen­über.


Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Demokratischen_Republik_Kongo (15.06.09)

http://www.klett-cotta.de/geschichte_buecher_e.html?&tt_products=1280&seite=rezensionen (15.06.09)

http://www.monarchie.be/ (15.06.09)



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