Altstädter Kirchstraße mit Blick zum Rathaus 1916: 38,9 KB

1916: Die Alt­städ­ter Kirch­straße Rich­tung Rat­haus. Ganz links am Bild­rand das Mauer­werk der Kirche. Im Verlauf der Straße hinter dem vor­sprin­genden Haus rechts die Kreuzung mit der Rentei­straße.

Altstädter Kirchstraße mit Blick Richtung Niedernstraße 1924: 38,8 KB

1924: Die gleiche Stelle in anderer Rich­tung, zur Niedern­straße. Gera­de­aus das Haus Niedern­straße 3, die Aschoff'sche (Engel-)Apotheke, die sich bis in die Mitte des 17. Jahr­hun­derts zurück ver­fol­gen lässt. Ihr Por­tal zier­ten zwei gol­dene Engel. Der Name des ersten bekann­ten Besit­zers blieb im Sprach­ge­brauch erhal­ten, seine Nach­fahren lei­te­ten die Apo­theke bis 1864. 1891 bis 1904 über­nahm sie Dr. Oetker, der hier dann sein Back­pulver erfand.

Erwäh­nens­wert ist noch das Keller­ge­wölbe des im Zwei­ten Welt­krieg zer­stör­ten Hau­ses: es soll nach vorma­li­ger Ein­schät­zung aus dem 12. Jahr­hun­dert gestammt haben. Die Art seiner Aus­füh­rung in roma­nischem Stil ließ die Fach­leute sogar einen vor­her­igen Sakral­bau ver­muten. Diese Ver­mu­tung hat sich aber offen­bar nicht bestä­tigt. Denkbar wäre ein Vorgängerbau der im 14. Jahrhundert erbauten, gegenüber liegenden Nicolaikirche - eine Kapelle hatte es zuvor gegeben. Ungewöhnlich wäre, dass ein vorhandener Sakralbau nicht Grundlage der dann errichteten größeren Kirche gewesen ist.
Restaurant Karl Modersohn 1901