Falter Fahrradfabrik M. & L. Tallardt um 1937: 47,4 KB

Um 19371): Die Falter® Fahr­rad-Fabrik des Ehe­paars M. & L. Tallardt wurde 1927 gegrün­det und produ­ziert bis heute, wenn seit 2001 auch nicht mehr hier an der Ecken­dorfer Straße 5. Die Gebäude wurden abge­ris­sen. Den auf dem Stadt­plan verzeich­neten großen Gleis­bogen gab es so nicht, die Gleise waren in einer eher schräg über das Gelände verlau­fen­den Kurve verlegt, gemäß obiger Abbil­dung rechts an den Falter­werken vorbei. Abbil­dung auf einem Brief­kopf der Firma.

Das Straßen­netz erfuhr hier um den Anfang der 1920er Jahre den Lücken­schluss der König­straße (Walther-Rathenau-Straße2)) zur Herfor­der Straße, sowie den von der Albrecht- zur Lade­straße. Letzt­genannte wurde mit dem neuen Teil­stück zusammen in Ecken­dorfer Straße umbenannt.

Kreisbahn Lok 1 "Bielefeld" an der König- Ecke Herforder Straße um 1950: 49,5 KB

Um 1950: Kreisbahn, Lok 1 "Bielefeld" auf der König­straße vor der Firma Wil­helm Horst­mann® an der Ecke Herfor­der Straße, Nr. 120. Die Firma war zuvor in der Alt­stadt ansäs­sig, an der Piggen­straße 7, Ecke Welle (Grund­­stück späte­res (ehema­liges) Lampe-Bank3) - Hoch­haus). Sie produ­zierte u. a. Lacke und Farben und handelte mit chemisch-tech­nischen Erzeug­nissen. Es gibt sie noch heute.

Der Kreis­bahn-Halte­punkt "Herfor­der Straße" befin­det sich gegen­über, rechts außer­halb des Bild­randes. Der vorbe­ste­hende wurde bei dem Groß­angriff der alli­ierten Luft­streit­kräfte am 30. Septem­ber 1944 zerstört. "Es starben Reisende und Bahn­personal".4) Fotografie.


1) Es handelt sich um ein gedrucktes Werbe­blatt für Händler, offen­sicht­lich in der Absicht den Absatz zu erhöhen; anderer­seits ist es "Mit deutschem Gruß" unter­zeichnet.

2) Walther Rathenau (1867 - 1922), jüdischer Indus­tri­eller, links­libe­raler Politiker (Deutsche Demokra­tische Partei, DDP), Reichs­außen­minister 1922, bei einem Atten­tat von Rechts­radikalen in Berlin ermordet.

3) Bank­haus Lampe®.

4) Dazu und weiter heißt es dort: "Viele Male wurden die Bahn­anlagen Ziel von Bomben­angriffen. Mit dem Angriff am 30. Septem­ber 1944 wurde das Stations­gebäude in der Herfor­der Straße völlig zerstört. Es starben Reisende und Bahn­perso­nal. 22 Menschen verlo­ren ihr Leben, als ein Tief­flieger am 16. Februar 1945 einen Zug bei Rinst­hof-Pöding­hausen bombar­dierte. Völlig zum Erlie­­gen kam der Bahn­ver­kehr am 1. April des­selben Jahres." (Historischer RückKlick...., 13. Februar 1954: Letzte Personenbeförderung,....)