Blick durch die Klosterstraße 1899: 39,7 KB

1899: Der Blick durch die Kloster­straße ermög­licht die Sicht auf den Kloster­platz mit der alten Synagoge. Das Gottes­haus wurde Mitte des 19. Jahr­hun­derts errichtet. Zuvor hielt die jüdische Gemeinde ihre Gottes­dienste hier in Räum­lich­keiten des Wendtschen Adels­hofes (gegen­über) ab. Nach dem Bau der Neuen Synagoge zwischen Rathaus und Kessel­brink wurde das Grund­stück verkauft und die Synagoge abgebrochen. Im Hinter­grund der Turm der Alt­städ­ter Nicolai-Kirche.

Blick in die Klosterstraße 1905: 42,7 KB

1905: Die Kloster­straße wurde Ende des 19. Jahr­hun­derts ange­legt. Zugänge in die mittel­alter­lich-früh­neu­zeit­liche Stadt waren weiter süd­lich das Obern­tor und in die andere Rich­tung erst im Nord­osten der Stadt das Niedern­tor, vor dem sich dann der Jahn­platz ent­wic­kelte. Zwischen dem abge­bil­deten Stand­ort und dem letzt­ge­nann­ten Stadt­tor gab es wohl wegen der großen Ent­fer­nung noch die soge­nannte "Not­pforte". Alle Zugänge, auch die der Neu­stadt, sind wie je durch ent­spre­chende Straßen­namen iden­ti­fi­zier­bar. Eine Aus­nahme bilden ledig­lich die beiden süd­lichen Tore der Alt­stadt, die sie infolge mit der später entstan­denen Neu­stadt verban­den: das Brück­tor am Gehren­berg und das Damm­tor1) am Wald­hof - sie waren bereits 1520 mit dem Zusam­men­schluss beider Städte ent­behr­lich geworden.


1) Einschrän­kend hierzu ist zum Damm­tor zu sagen, dass sein ehema­liger Stand­ort bis nach dem Zweiten Welt­krieg an der Straße Am Damm (siehe Link im Stadt­plan) iden­ti­fi­zierbar war.
Synagoge am Klosterplatz um 1890