Baer & Rempel Nähmaschinenfabrik Phoenix um 1905: 25,0 KB

Um 1905: Bielefelds erste und größte Näh­maschi­nen­fa­brik Baer & Rempel in unmit­tel­barer Nähe des Haupt­bahn­hofes. Sie wurde 1865 gegrün­det. Links ein Zug, vor dem Gebäude­teil rechts dane­ben mehrere Waggons und ein Kohle­berg. Kohle war der Treib­stoff für die Dampf­ma­schi­nen. Von diesen wurden über zahl­lose Trans­mis­sions­bänder die Ferti­gungs­ma­schi­nen mit Wellen ange­trie­ben. Eine gefähr­liche, unfall­träch­tige, aber damals wohl alter­na­tiv­lose Tech­no­lo­gie.

Durch die Fabrik­anlagen führte die Kleine Bahn­hof­straße vom Haupt­bahn­hof zur Her­for­der Straße. Auf ihr ver­kehrte die Straßen­bahn­linie  1 von Schild­esche nach Brack­wede (siehe rechten Bild­rand).

Der Näh­ma­schinen-Mecha­niker Carl Baer war der eigent­liche Begrün­der der hie­sigen Näh­maschi­nen­in­du­strie, die sich zeit­weise zur wich­tig­sten Indu­strie in der Stadt entwic­kelte. Der in der Revo­lu­tion von 1848 enga­gierte Kauf­mann Rudolf Rempel, sein Schwieger­vater, wurde Baers Geschäfts­partner. 1879 brannte die Fabrik fast voll­stän­dig nieder. Seit dem Wieder­auf­bau wurden die Näh­ma­schinen unter dem Marken­namen Phoenix ver­kauft, des sagen­haften, aus seiner Asche empor­ge­stie­genen Vogels.

Es handelt sich bei der Grafik um eine Abbildung auf der Rück­seite einer Stick­an­lei­tung für Phoenix-Näh­ma­schinen aus der Zeit.