Ulmenstraße mit Remkes Theatersaal 1904: 49,6 KB

1904: Die Ulmen­straße Rich­tung Schil­ler­platz gesehen. Rechts die "Schenk­wirt­schaft von Fritz Remke" (Ulmen­straße Nr. 3), daneben sein Thea­ter­saal (Nr. 2). Er war einer der größten der Stadt. Das "Wiener Café" an der Ecke zählte zur Markt­straße. Im Hinter­grund ist das neue Rathaus an seinem Turm gut zu identi­fi­zieren. An seinem Platz stand vormals das städ­tische Kranken­haus.

Ulmenstraße (Niederwall) am Restaurant Löwenhof um 1935: 49,7 KB

Um 1935 und 1938: Die Ulmen­straße hier in die andere Rich­tung gesehen. Fritz Remke konnte seinen Thea­ter­saal neben der neuen Konkur­renz, dem Stadt­theater, nicht halten. Dieser fand noch einige Zeit als Licht­spiel­haus Verwen­dung. Aus der wohl vergrö­ßerten Schenk­wirt­schaft wurde das Restau­rant "Löwen­hof", später "Löwen­hof & Rauch­fang", das wegen seiner guten Küche sehr bekannt wurde. Kriegs­zer­stö­rungen1) und Wieder­aufbau positio­nier­ten die Gastro­nomie auf die Grund­stücke Nrn. 3 und 4, nun Nieder­wall 43 und 45 — bis an die Ecke Hermann­straße. Auch wurde statt des alther­ge­brachten Münche­ner Löwen­bräu jetzt Herren­häuser Pilse­ner aus Hannover ausge­schenkt.



1) Laut dem "Adress­buch für den Stadt- und Land­kreis Bielefeld 1950" (dem ersten nach dem Krieg) waren die Nummern "3 bis 6 [also bis zur Ravens­berger Straße] zur Zeit unbewohnt". Das Buch gab es für die statt­liche Summe von 25,- DM zu erwerben, der Brutto­monats­lohn für einen Arbeiter betrug durch­schnitt­lich 135,- DM.