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1908: Das Marthaheim in der Zimmerstraße 15 gehörte zur Diakonissenanstalt Sarepta (Schwesternschaft Sarepta), eines Teils der späteren (heutigen) Bodelschwinghschen Anstalten (Stiftungen) Bethel. Die Absenderin hatte die Karte so beschriftet, dass man die einzelnen Bereiche in dem wohl seit der zweiten Hälfte der 1950er Jahre nicht mehr bestehenden Haus gut identifizieren kann. Von unten nach oben: Links hinten Waschhaus, Badestube, Plättstube (Bügelstube). Seitlich unten der Speisesaal. Rechts vorne im Hochparterre eine Volksküche. Zudem sind mittig die Schwestern Lisa, Emma und Maria benannt.
Rechts neben dem Haus eine Einfahrt auf das Betriebsgelände der Maschinenfabrik und Eisengießerei Th. Calow & Co.: Das Marthaheim befand sich mit seinem Standort in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs mitten in einem der neuen Industriestadtviertel.
Noch daneben, Zimmerstraße 19, befand sich seit 1882 das Christinenheim. In diesem befand sich seinerzeit der "Haupt-Arbeitsnachweis", wohl eine Art Personalbüro, der Anstalt (Stiftungen) Bethel. Hauptsächlich aber bot es arbeitssuchenden Dienstmädchen und christlichen Arbeiterinnen Aufnahme und stellte auch Gastzimmer zur Verfügung. Mit Eröffnung des Betheler Christinenheims (siehe Link im Stadtplan) "diente es fortan als Pflegeheim für ältere, alleinstehende Frauen"1).
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