Sparrenburg Brücke von Südwesten 1904: 33,0 KB

1904: Die Brücke verband Vorwerk und Festung. Das Vorwerk wurde im 19. Jahr­hun­dert Rich­tung Prome­nade einge­ebnet. Ursprüng­lich handelte es sich um eine hölzerne Zug­brücke aus dem 16. Jahr­hun­dert, die vermut­lich auf zwei Pfeilern stand. Wann die hier abge­bil­dete Brücke errich­tet wurde, lässt sich nicht sicher rekon­stru­ieren. Am wahr­schein­lich­sten erscheint die Zeit des Großen Kur­für­sten (1640 - 1688), der mehrere Neu- und Umbau­ten nach end­gül­tiger Inbe­sitz­nahme der Graf­schaft 1647 veran­lasste. Spätere Nut­zungen machen einen Brücken­neubau unwahr­schein­lich (Gefäng­nis­zeit) oder schließen ihn mangels z. T. sonst reich­hal­tiger Über­lie­fe­rungen (vor allem 19. Jahr­hun­dert) aus. Die beschädigte Brücke wurde 1841 repariert. Die Festung war nach ihrer mili­tä­ri­schen Nutzung über die Aus­fall­tore neben dem Marien­ron­dell und an der Bastion Scher­pen­tiner zugäng­lich. Die Brücke wurde im Zweiten Welt­krieg zer­stört.

Sparrenburg Brücke um 1915: 52,9 KB

Um 1915: Deut­lich besser als die obere Auf­nahme zeigt diese Ansichts­karte die bau­li­chen Details. Rechts ist die Maue­rung des Vor­werks gut zu erken­nen. Der linke Brücken­pfei­ler weist im obe­ren Teil eine Beu­gung zur Fes­tung auf, die damit erklärt wurde, dass das erste Brücken­seg­ment lange Zeit eine höl­zerne Zug­brücke war und der stei­nerne Bogen erst später hinein gemau­ert wurde. Die kleine Fenster­öff­nung links oben neben dem Tor blieb noch nach den ersten Wieder­her­stel­lungs- bzw. Reste-Erhal­tungs­arbeiten nach dem Zwei­ten Welt­krieg geöff­net und wurde erst später ver­mauert.