Um 1920 und
1901: Das Diakonissenhaus Sarepta war Mutterhaus der Diakonissen für ganz Westfalen. Es wurde 1874 eingeweiht und war Nachfolgehaus des zu klein gewordenen Diakonissenhauses "Marienstift" in der Kreuzstraße, das erst 1869 bezogen wurde. Die meisten Diakonissen arbeiteten in der Gemeindepflege oder als sogenannte Kleinkinderlehrerinnen in der Provinz.
Das Haus war vor allem auch ein Pflegehaus für Kranke und Sterbende. In der mittleren und oberen Etage gab es jeweils zwei große Krankensäle, die nach Geschlechtern und von der über beide Etagen reichenden Kapelle getrennt waren. Über dem vor der Kapelle gelegenen großen Schwesternzimmer befand sich ein Operationssaal. Im Dachgeschoss schliefen auch die Diakonissen.
Im Hochkeller gab es Wirtschaftsräume wie die Küche, aber auch den Leichenkeller. Im Erdgeschoss befanden sich Apotheke und Laboratorium sowie, nebst dem Speisezimmer, "die Nähstube mit Schlafräumen für die 10 Nähmädchen, welche alle an körperlichen Gebrechen leiden und die Anfertigung der Kleidung für unsere 500 Schwestern besorgen."
1) Zudem war hier eine Pflegestation für erkrankte Schwestern eingerichtet. Die Näherinnen erhielten bald ein eigenes Haus, das Tabeaheim, das rechts am Bildrand gerade so zu sehen ist.
Das Haus links ist das sogenannte Feierabendhaus, ein erstes Altenheim für die Schwestern.