Bethel: Krankenwohnhaus Haus Emmaus um 1900: 49,6 KB

Um 1900 und um 1920: Haus Emmaus1) war ein Kranken­wohn­haus für etwa fünf­zig epilep­tische Mädchen. "Sie sind fleißige Sticke­rinnen für unser Leinen­geschäft [....] haben daneben den besonders lieblichen Dienst [....] unsere Zions­kirche wöchent­lich gründ­lich zu reinigen".2) Haus Emmaus erhielt später noch einen größeren Anbau. Die Ansicht ist vom Königs­weg (Grete-Reich-Weg3)) aus, nach links steigt das Gelände zum Kamm des Teuto­burger Waldes an.

Die Ansicht zusam­men mit Klein-Bethel (siehe Link im Bild­plan) ist in die andere Rich­tung und vom Bethel­weg aus gesehen. Rechts hinter dieser, neben dem Turm von Klein-Bethel und zu den beiden ersten quer stehend, ist Siloah (siehe Link im Bild­plan) zu erkennen; noch­mals rechts und dahin­ter das Dach von Groß-Bethel.

Emmaus bildete mit den beiden ande­ren hier befind­lichen Kranken­wohn­häusern Klein-Bethel und Siloah eine Art Einheit. In allen drei Häusern, die "durch Gärten vonein­ander getrennt"4) waren, wohnten Mädchen bzw. weib­liche junge Erwach­sene, die an Epilep­sie litten.


1) Das Lukas-Evange­lium berichtet über die Begegnung zweier Jünger mit dem aufer­standenen Christus am Oster­montag. Dies trug sich auf dem Weg nach bzw. in Emmaus zu. (Lk. 24, 13 - 35.)

2) Ein Rundgang durch Bethel, Sarepta...., 3. Aufl., [um 1900], ...., S. 33.

3) Grete Reich (1898 - 1943) war eine in Auschwitz ermordete Jüdin aus Bielefeld. Sie wurde gemeinsam mit Vater und Schwester deportiert.

4) Rundgang durch die Bodel­schwingh'schen Anstalten...., [um 1925], ...., S. 44.